Seit 1997
Existenzsicherung für das 21. Jahrhundert
In der Nachkriegszeit wurde Grünewald von Teilen der Nachfahrenschaft weiterhin als Hauptwohnsitz sowie für die Ausrichtung von großzügigen Familienfesten genutzt. Das Ende der Piedboeuf`schen Ära erlebte Grünewald Anfang der Neunziger Jahre nachdem ein bis zuletzt verbliebener Vertreter der Erbengemeinschaft dort seinen Lebensabend verbrachte. Da sich in den weit verzweigten und in alle Himmelsrichtungen versprengten Generationen des Stammbaumes kein interessierter Nachfahre als "Gralshüter" der Grünewalder Besitzungen fand, beschloss die Eigentümergemeinschaft den bereits lange ungenutzten Nachlass zu verkaufen.
Nach einer langen Zeit des Leerstands und der zeitaufwendigen Suche nach einem adäquaten, den Erwartungen der Veräußerer genügenden Erwerber, dessen Nutzungskonzept auch die Akzeptanz der Baubehörden gewinnt, war das altehrwürdige Anwesen vom fortschreitenden Substanzverfall zunehmend bedroht. Mit dem erst 1997 realisierten Verkauf sah sich der neue Eigentümer daher zunächst aufwendigen Bestandsicherungs- und Instandsetzungsmaßnahmen gegenüber. Um eine Zukunft für das Baudenkmal im 21. Jahrhundert zu sichern, bedurfte es allerdings der Berücksichtigung des heutigen Zeitgeistes und seiner Ansprüche an eine zeitgemäße Nutzung historischer Gemäuer.
Zielsetzung war es, die historisch gewachsene Anlage vor dem Schicksal vergleichbarer Hofanlagen, der profitablen Zerlegung in attraktive Grundstücksparzellen und der Vermarktung als kommerziell lukratives "Bauherrenmodell" zu bewahren. Der Charakter einer ehemals arrondierten Enklave und die Authentizität einer überkommenen Hofschaft einschließlich der ablesbaren funktionalen Bezüge der Gebäude zueinander, galt es zu erhalten. Darüber hinaus bedurfte es, um die Attraktivität für eine zeitgemäße Nutzung zu steigern, einer Symbiose aus baulicher Architekturgeschichte und gegenwärtigen technischen Standards, die Kombination von historischem Ambiente und modernem Nutzwert.
Dank auflagenreicher Unterstützung und mit viel Liebe zum Detail seitens der Denkmalbehörden einerseits sowie konstruktiver Ergebnisorientierung der Baubehörden andererseits, konnte das baurechtlich komplexe Vorhaben realisiert werden.
Im Gesamtkonzept der Bestandsicherung wurden alle Gebäude sukzessive bis zum Jahre 2002 nach aufwendigen Restaurationen und Umbauten Ihrer neuen Zweckbestimmung zugeführt. Unter behutsamer Wahrung der historischen Bausubstanz entstanden so ansprechende Refugien zum Wohnen und Arbeiten, extravagante Büroräume für kreative Unternehmen sowie repräsentative Konferenzräume für inspirative Tagungen.
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Existenzsicherung für das 21. Jahrhundert
In der Nachkriegszeit wurde Grünewald von Teilen der Nachfahrenschaft weiterhin als Hauptwohnsitz sowie für die Ausrichtung von großzügigen Familienfesten genutzt. Das Ende der Piedboeuf`schen Ära erlebte Grünewald Anfang der Neunziger Jahre nachdem ein bis zuletzt verbliebener Vertreter der Erbengemeinschaft dort seinen Lebensabend verbrachte. Da sich in den weit verzweigten und in alle Himmelsrichtungen versprengten Generationen des Stammbaumes kein interessierter Nachfahre als "Gralshüter" der Grünewalder Besitzungen fand, beschloss die Eigentümergemeinschaft den bereits lange ungenutzten Nachlass zu verkaufen.
Nach einer langen Zeit des Leerstands und der zeitaufwendigen Suche nach einem adäquaten, den Erwartungen der Veräußerer genügenden Erwerber, dessen Nutzungskonzept auch die Akzeptanz der Baubehörden gewinnt, war das altehrwürdige Anwesen vom fortschreitenden Substanzverfall zunehmend bedroht. Mit dem erst 1997 realisierten Verkauf sah sich der neue Eigentümer daher zunächst aufwendigen Bestandsicherungs- und Instandsetzungsmaßnahmen gegenüber. Um eine Zukunft für das Baudenkmal im 21. Jahrhundert zu sichern, bedurfte es allerdings der Berücksichtigung des heutigen Zeitgeistes und seiner Ansprüche an eine zeitgemäße Nutzung historischer Gemäuer.
Zielsetzung war es, die historisch gewachsene Anlage vor dem Schicksal vergleichbarer Hofanlagen, der profitablen Zerlegung in attraktive Grundstücksparzellen und der Vermarktung als kommerziell lukratives "Bauherrenmodell" zu bewahren. Der Charakter einer ehemals arrondierten Enklave und die Authentizität einer überkommenen Hofschaft einschließlich der ablesbaren funktionalen Bezüge der Gebäude zueinander, galt es zu erhalten. Darüber hinaus bedurfte es, um die Attraktivität für eine zeitgemäße Nutzung zu steigern, einer Symbiose aus baulicher Architekturgeschichte und gegenwärtigen technischen Standards, die Kombination von historischem Ambiente und modernem Nutzwert.
Dank auflagenreicher Unterstützung und mit viel Liebe zum Detail seitens der Denkmalbehörden einerseits sowie konstruktiver Ergebnisorientierung der Baubehörden andererseits, konnte das baurechtlich komplexe Vorhaben realisiert werden.
Im Gesamtkonzept der Bestandsicherung wurden alle Gebäude sukzessive bis zum Jahre 2002 nach aufwendigen Restaurationen und Umbauten Ihrer neuen Zweckbestimmung zugeführt. Unter behutsamer Wahrung der historischen Bausubstanz entstanden so ansprechende Refugien zum Wohnen und Arbeiten, extravagante Büroräume für kreative Unternehmen sowie repräsentative Konferenzräume für inspirative Tagungen.
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Parkansicht

Glasmalerei von Friedrich-August de Leuw
